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Haben wir eine Identitätskrise?

Wer will schon eine schlechte Diagnose? Niemand von uns möchte aus einer medizinischen Einrichtung mit einer schlechten Diagnose nach Hause gehen. Aus Angst davor, gehen die meisten Menschen gar nicht erst hin. Wobei man bei vielen Krankheiten – hätte man sie rechtzeitig diagnostiziert – helfen könnte. Trotzdem neigen Menschen oftmals lieber dazu Diagnosen zu vermeiden, als sich u.U. helfen zu lassen. Ähnlich verhält es sich in geistlichen Dingen, weshalb ich in diesem Artikel das Bild eines Patienten zum Vergleich heranziehen möchte. Jesus Christus hat in Offb 3,17 auf diese menschliche Neigung auch im geistlichen Bereich hingewiesen: „Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts, und nicht weißt, dass du der Elende und bemitleidenswert und arm und blind und bloß bist“

Es gibt drei grundsätzliche Arten, wie Menschen mit Krankheitssymptomen umgehen:

  • sie ignorieren sie
  • sie suchen Scheingründe
  • sie suchen nach der Wahrheit

Im Auftrag der Leitung des SDV begann die Abteilung für Integrative Evangelisation systemtisch zu untersuchen, woran es in Wahrheit liegt, dass unsere Gemeinde nicht wächst.

Methoden der Diagnostik Kennst du billige Pauschaldiagnosen, die manchmal vorschnell bei krankgewordenen Menschen aufgesagt werden:

Würde sie/er bloß:

  • sich mehr bewegen,
  • nicht so negativ denken,
  • gesünder essen,
  • mehr dies oder das tun oder lassen,

dann würde es der Person besser gehen. Sind wir nicht manchmal beschämt worden, als wir dann die wahre Diagnose hörten: Krebs, Multiple Sklerose, Tumor im Hirn?

Dass der Arzt die echten Gründe für das Unwohlsein des Patienten finden konnte, ist einer breit angelegten Diagnostik zu verdanken. Es reicht nicht aus, wenn der Arzt nur mit dem Patienten spricht und das mit seinem diagnostischen Handbuch oder Manual vergleicht. Er muss ihn selbst anschauen, oftmals in ihn hineinschauen (z.B. mit bildgebenden Verfahren den Körper anschauen oder eine Blutanalyse durchführen). Ähnlich gründlich und aus verschiedenen Richtungen betrachtend müssen wir unseren Auftrag wahrnehmen. Das Wort Gottes ist unser diagnostisches Manual. Durch das Gebet kann uns Gott Einsichten in die Gemeinde schenken, die unseren Augen sonst verborgen bleiben. Aber wir müssen auch die Gemeinde befragen und manches sehr genau anschauen. Wir haben uns vorgenommen nicht mit schnell daher gesagten Pauschaldiagnosen zu kommen, sondern mit ganz verschiedenen, von Gott geschenkten Methoden an die Untersuchung heranzugehen. Im Folgenden ein erster kurzer Bericht aus der vorläufigen Diagnose.

Patient fühlt sich krann Was man zunächst nach der ersten von uns durchgeführten Untersuchung positiv feststellen darf ist, dass sich die meisten Geschwister nichts vormachen wollen. Auf die Frage: „Kommen wir als Gemeinschaft dem Auftrag der Verkündigung des Evangeliums in Süddeutschland nach?“ sind nicht mal mehr 20% der Geschwister davon überzeugt, dass wir evangelistisch unseren Auftrag erfüllen. Die Taufstatistiken der letzen Jahre, zumindest für den SDV, wiederlegen die Meinung dieser Minderheit. Das heißt, der Mehrheit ist bewusst, dass wir ein Problem haben.

Bojan Godina

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Sabrina, Donnerstag, 05.August 2010
Also ich hab keine Identitätskrise. Sorry, hab jetzt nicht bis zu Ende lesen können. Man checkt auch nicht, dass es noch eine zweite Seite gibt.
Petar, Montag, 26.Juli 2010
@Katharina: vergleich das mal mit allen anderen christlichen Kirchen in Europa. Die stehen genauso, wenn nicht noch schlechter da!!! Wir brauchen uns nicht verstecken und motivierend ist diese Betonung der Krise ganz bestimmt nicht. Wer hat den schon mal erlebt, dass er auf die Botschaft: "es läuft nicht" antwortet mit "au ja, da mach ich mit"???
Katharina, Sonntag, 25.Juli 2010
@Petar: super weg, wenn wir im Grund nur noch Adventi-kinder taufen und von denen nur 50%.
Petar, Freitag, 16.Juli 2010
Ich weiß nicht, was dieser Pessimismus soll!? Ist die Freikirche der STA nicht auf einem guten Weg?

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