
Ich bin Adventistenkind in der dritten Generation und wurde vor 22 Jahren getauft. Eine Frage, die sich mir immer wieder stellte, war die nach den Menschen, die durch mich zu Gott finden. Und vordergründig war die Antwort für mich immer niederschmetternd. Es hatte für mich den Anschein, dass ich meinen Glauben zwar auslebe, aber dadurch niemand wirklich auf Jesus Christus aufmerksam wird. Ein kleiner Trost war für mich mein bester Freund, der sich als Jugendlicher mit mir oft über den Glauben unterhielt. Als Student wurde er schließlich gläubig und schloß sich einer Freien Evangelischen Gemeinde an.
Umso mehr überraschte mich vor einem Jahr eine liebe Nachbarin. An einem Freitagnachmittag sprach sie mich an und fragte nach der Adventgemeinde: sie würde diese gerne kennenlernen. Ich war ziemlich sprachlos. Auf Nachfrage erzähle ich gerne über meinen Glauben, aber ich laufe nicht mit Transparenten durch die Gegend, denen zu entnehmen ist, dass ich Siebenten-Tags-Adventist bin. Meine Nachbarin erzählte mir, dass sie schon viele christliche Gruppen kennengelernt habe, aber noch nicht wirklich die richtige Gruppe von Gläubigen gefunden habe. Auch stünde sie immer wieder unter Anfechtungen, so dass sie gerne einmal die Adventisten kennenlernen würde. In meiner Sprachlosigkeit vergaß ich ganz sie zu fragen, wie sie denn auf mich als Christin gekommen sei. Ich nahm sie einfach am darauffolgenden Sabbat mit in unseren Gottesdienst.






