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»Gemeinsam ganz groß werden«von Bojan Godina

Der Biochemiker und Wissenschaftspublizist Frederik Vester versuchte diese Erkenntnis in Bezug auf die Umweltzerstörung zu verdeutlichen. Er bemüht sich durch zahlreiche Beispiele zu erklären, was ein System ist und was nicht: Ein Haufen Sand hat zwar viele Einzelteile, ist aber kein System. Man kann Teile wegnehmen und dazutun, es bleibt immer ein Haufen Sand. Die Blume jedoch ist ein System, da sie aus ganz unterschiedlichen Teilen besteht. Die erste Eigenschaft von Systemen ist, dass sie verschiedene Teile haben. Vester ergänzt dies durch ein weiteres Beispiel: Eine Schale Müsli hat zwar auch verschiedene Teile (z. B. Haferflocken, Erdbeeren, Rosinen, etc.), ist aber trotzdem noch kein System, da ihr Struktur, Ordnung und Organisation zwischen den Einzelteilen fehlen. In diesem Sinne ist eine Fabrik oder auch ein Atom ein System, eine Müllkippe aber nicht, weil ihr ebenfalls die innere vernetzte Struktur zwischen den unterschiedlichen Teilen fehlt.

Das ist genau die Kernaussage, die Paulus im ersten Korintherbrief betonen wollte:

1Kor. 12,18-19, 27: Nun aber hat Gott die Glieder bestimmt, jedes einzelne von ihnen am Leib, wie er wollte. Wenn aber alles ein Glied wäre, wo wäre der Leib? Nun aber sind zwar viele Glieder, aber ein Leib... ihr aber seid Christi Leib.

Jesus Christus hat seine Gemeinde mit zwei (systemischen) Bedingungen entworfen:
1. Sie muß sich aus vielen unterschiedlichen Teilen zusammensetzen.
2. Diese müssen in einem übergeordneten Leib vernetzt und zielgerichtet organisiert sein. ...